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Montag, den 07 April 2014 12:14 Alter: 2 yrs

Der Ruhestandsplanertipp

Ruhestandsplanung ist nicht nur Vermögensaufbau


Wer für den Ruhestand vorsorgen will, sollte natürlich eine stringente Strategie zur Kapitalvermehrung verfolgen – aber auch auf den Fall vorbereitet sein, dass etwas Außerplanmäßiges passiert.

Jemand, der sich Gedanken über die Altersvorsorge macht, zerbricht sich den Kopf in erster Linie über die Wege, wie er aus seinem Kapital das Bestmögliche herausholen kann, um später im Ruhestand finanziell unabhängig zu sein. Er versucht, alles im Voraus zu planen und daraus die besten Anlageentscheidungen abzuleiten. So beschäftigt er sich mit den Aktienmärkten inklusiver ihrer Chancen und Gefahren, informiert sich über Anleihen und ihre Ausfallrisiken und vergleicht Konditionen für Tages- und Festgeld.

Und natürlich ist es wichtig, sich rechtzeitig um das Finanzielle zu kümmern – "rechtzeitig" im Sinne von "möglichst früh". Denn vor dem Hintergrund von Zinseszins kann ein überschaubarer Betrag Jahre oder Jahrzehnte später eine beträchtliche Summe werden. Doch vergisst man schnell, dass Altersvorsorge nicht nur Renditejagd bedeutet. Und dass es oft anders kommt, als man denkt.

Ein unerwarteter Schicksalsschlag etwa kann alle Finanzplanungen für die Zukunft über den Haufen werfen, weil dieses unvorhergesehene Ereignis möglicherweise einen Einfluss auf künftige  Einnahmen hat – ein früherer, unter den Voraussetzungen optimaler Bedingungen erstellter Plan kann dann obsolet sein. Daher sollte eine gute Strategie für die Altersvorsorge nicht nur darin bestehen, den Vermögensaufbau zu optimieren. Auch dem Thema Absicherung gegen existenzielle Risiken sollte eine große Bedeutung zukommen.

Da ist zum Beispiel das Risiko, dass der oder die Betroffene durch einen Unfall nicht mehr seinen/ihren Job ausüben kann. Wer dann eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen hat, erhält einen gewissen materiellen Ausgleich dafür, dass er seiner beruflichen Tätigkeit nicht mehr nachgehen kann.

Ebenfalls sinnvoll ist der Abschluss einer Risikolebensversicherung. Im Falle des Ablebens des Versicherungsnehmers bekommen dessen Hinterbliebene die Versicherungssumme ausbezahlt und sind damit finanziell abgesichert. Grundsätzlich sind Lebensversicherungen zwar in den vergangenen Jahren verstärkt in die Kritik geraten, da sich das Umfeld – die finanzielle Repression sorgt etwa dafür, dass das Zinsniveau extrem niedrig ist – für diese Versicherung als Anlageform peu à peu verschlechtert hat. Daran haben die neuesten Vorhaben der Bundesregierung nicht gerade viel geändert. Das betrifft aber vor allem die Kapitallebensversicherung. Das Prinzip Lebensversicherung, wie es ursprünglich auch konzipiert war, hat durchaus seine Daseinsberechtigung.

In jedem Fall sollten Sie nicht vergessen, dass Altersvorsorge mehr ist als nur die auf den späteren Ruhestand ausgerichtete Finanzplanung. Auch das Thema Absicherung will berücksichtigt sein. Um angesichts dieser umfangreichen Anforderungen an die Altersvorsorge den Überblick zu behalten, sollten Sie sich Unterstützung von einem Profi holen: Ein zertifizierter Ruhestandsplaner geht mit Ihnen Ihre individuellen Ziele durch und klärt nicht nur, wie Sie Ihr Kapital sinnvoll anlegen, sondern auch, welche Absicherungsmaßnahmen in Form welcher Versicherung Sie ergreifen sollten. Damit Sie sich auch Gedanken über Ihre Gegenwart machen können und nicht nur über Ihre Zukunft nachgrübeln müssen.